Heute ausgemustert mit fünfzig - morgen arbeiten bis 67 ?
Demografischer Wandel und betriebliche Arbeitsgestaltung...
10. Arbeitsschutzkonferenz des DGB Bremen und Arbeit und Leben
Dienstag, 03. Februar 2004
09.00 bis 16.00 Uhr
im Gewerkschaftshaus
Viele Betriebe haben in der Vergangenheit radikal ihren Altersdurchschnitt gesenkt und sich von älteren Kollegen getrennt. Das wird sich in den nächsten zehn Jahren ändern: Wer heute im Arbeitsprozess steht, muss sich darauf einstellen, deutlich länger als bis zum sechzigsten Lebens-jahr zu arbeiten, schon allein aufgrund rentenrechtlichen Vorgaben.
Das muss Rückwirkungen auf die Gestaltung der Arbeit haben: Nicht einmal die Hälfte der ge-werblichen Arbeitnehmer erreicht das derzeitige Rentenalter sondern scheidet wegen Frühinvalidität vorzeitig aus dem Arbeitsleben aus. Auch bei anderen Berufsgruppen im Angestelltenbe-reich gibt es eine hohe Zahl von Frühverrentungen. An die Stelle der heutigen, auf "Verschleiß" der menschlichen Arbeitskraft angelegten Ar-beitsweise muss ein "nachhaltiger" Umgang treten. Die heute übliche Gestaltung der Arbeits-bedingungen und Arbeitsorganisation kann nicht fortgeschrieben werden, neben einem kontinuierlichen Qualifizierungsangebot kommt dem präventiven Arbeits- und Gesundheitsschutz eine entscheidende Rolle zu.
Dies erfordert ein Umdenken auf allen Betriebs-ebenen - auch bei den Beschäftigten selbst und ihren Interessenvertretungen. In einigen Betrieben gibt es bereits Ansätze für ein solches Umdenken. Diese praktischen Beispiele wollen wir auf der Tagung vorstellen. Außerdem gibt es Zeit und Gelegenheit zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch.
Die Veranstaltung richtet sich an Betriebs- und Personalräte, an die Akteurinnen und Akteure des Arbeits- und Gesundheitsschutzes sowie Interessierte aus Kammern, Verbänden und Gewerk-schaften.
Die Anerkennung nach § 37,7 BetrVerfG ist beantragt.
[12.01.2004]
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