Kraft Foods
DGB bezeichnet Kündigung des Betriebsratvorsitzenden
als unverfrorenen Einschüchterungsversuch
Die fristlose Kündigung des langjährigen Betriebsrats-vorsitzenden im Kraft Foods Werk Hemelingen, Bernhard Sack, hat der DGB Bremen als unverfrorenen Versuch bezeichnet, betriebliche Interessenvertretung einzuschüchtern und mundtot zu machen.
"Wenn angebliche Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse durch die Unternehmen so definiert werden, dass Betriebsräte sich überhaupt nicht mehr in der Öffentlichkeit äußern dürfen, dann ist das ein eindeutiges Mittel, um die Betriebsratsarbeit lahmzulegen", sagte die Bremer DGB Vorsitzende Helga Ziegert.
Ohnehin würden die Beschäftigten überall in den Betrieben unter Druck gesetzt. Auf kaltem Wege werde jetzt offenbar auch noch versucht, ihre gesetzliche Interessenvertretung lahmzulegen.
Helga Ziegert: "Wenn das Beispiel Schule macht, dann ist die gesetzliche Mitbestimmung das Papier nicht mehr wert, auf dem sie geschrieben steht". Über den für Bremen beispiellosen Vorgang würden die Beschäftigten in allen Betrieben informiert. Der DGB ruft außerdem dazu auf, zahlreich zur Verhandlung vor dem Arbeitsgericht am 18. November um 13.45 Uhr zu erscheinen.
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[11.10.2004]
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