BAföG-Hotline des DGB
Der Deutsche Gewerkschaftsbund richtet am 26. und 27. Oktober ein bundesweites BAföG-Telefon ein.
Zwischen 10 Uhr und 20 Uhr stehen acht BAföG-Fachleute für Fragen bereit.
Zu Semesterbeginn sind die BAföG-Beratungsstellen häufig überlastet. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) richtet daher am 26. und 27. Oktober 2004 ein bundesweites BAföG-Telefon ein.
 Unter der Nummer 0180-2340000 können Eltern und Studierende zwischen 10 Uhr und 20 Uhr einen von acht BAföG-Fachleuten anrufen. Der Anruf kostet 12 Cent, egal von welchem Ort in Deutschland er geführt wird.
Außerdem werden Fragen per EMail beantwortet, wenn sie bis zum 27. Oktober 2004 an " bafoeg@dgb.de" gesendet werden.
Das Bundesausbildungsförderungsgesetz, kurz BAföG genannt, fördert Studierende vom ersten bis zum meist neunten Semester. Studierende aus einkommensschwachen Familien erhalten bis zu 585 EUR/monatlich, zur Hälfte als Zuschuss, zur Hälfte als Darlehen.
81 Prozent der Kinder aus sozial höheren Schichten erreichen einen Hochschulabschluss. Dagegen nur knapp elf Prozent aus sozial benachteiligten Elternhäusern. "In Deutschland entscheidet noch immer die soziale Herkunft und nicht die Leistung über ein Studium", sagt DGB-Bundesvorstandsmitglied Ingrid Sehrbrock.
Gerade Arbeiterkinder, die vom Elternhaus nicht mit gut sortierter Handbibliothek, guter Sprachbildung und umfassenden kulturellen Wissen ausgestattet werden, studieren häufig länger oder brechen ab. Gerd Köhler vom Geschäftsführenden Vorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) rät: "Wer BAföG-berechtigt ist, sollte BAföG beantragen und studieren und nicht arbeiten gehen". Etwa 70 Prozent aller Studierenden arbeiten während des Studiums, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
[21.10.2004]
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