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Pressereferat
DGB Bremen- Bremerhaven
Bahnhofsplatz 22-28
28195 Bremen
Tel. 0421 - 33 576 -11
Fax 0421 - 33 576 -60
bremen@dgb.de
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![Spot [Titel]](../../_images/spot_grey_01.gif) Archiv 2004
Hier haben Sie eine Übersicht aller Pressemitteilungen und Berichte, die in den vergangenen Monaten und Jahren veröffentlicht wurden. Wenn Sie dennoch Fragen haben sollten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.
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vom 11.11. bis 03.12.2004
Nazis den Hahn abdrehen!
Eine Ausstellung und Veranstaltungsreihe zu Neofaschismus in der Bundesrepublik im Gewerkschaftshaus Bremen.

Veranstalter:
- DGB-Jugend, GesamtschülerInnenvertretung (GSV), Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA)
Unterstützt von:
- Bildungsvereinigung Arbeit und Leben (DGB/VHS) e.V. Bremen, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), IG Metall Bremen, ver.di Land Bremen
Alle Aktionen und Veranstaltungen zur Ausstellung:
Ausstellung "Neofaschismus in Deutschland"
Auf 29 Tafeln gibt die komplett überarbeitete und aktualisierte Ausstellung "Neofaschismus in Deutschland" einen Einblick in die Ideologie des Neofaschismus, seine organisatorischen Verbindungen und das gesellschaftliche Fahrwasser, in den er wie ein Fisch schwimmt. Mit der Vorstellung eines antifaschistischen Zukunftsentwurfs und Beispielen von Aktivitäten will sie dafür werben, sich dem Weg in die Barbarei entgegen zu stellen. Die Ausstellung wird gemeinsam von der VVN-BdA und der IG Metall herausgegeben.
Der Ausstellungskatalog (ca. 3,00 €) sowie
Lehrerhandreichungen (ca. 0,50 €) sind ab Mitte Oktober
an folgenden Stellen erhältlich:
- DGB-Jugend
Gewerkschaftshaus, Tel: 3357621
- Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Löningstr. 35, Tel: 337640
- VVN-BdA
Bgm.-Deichmann-Str. 26, Tel: 382914
Öffnungszeiten:
- 11.11. - 3.12.2004 im Foyer des Gewerkschaftshaus,
montags bis mittwochs von 8-17 Uhr,
donnerstags 8-22 Uhr,
freitags 8-14 Uhr,
Eintritt frei
Ausstellungseröffnung:
- Donnerstag, 11.11.2004, 18:30 Uhr
Führungen:
- Dienstags und Donnerstags 8:30 und 10:30 Uhr.
Anmeldung bei der DGB-Jugend (0421/3357621)
Informations- und Diskussionsveranstaltungen
Donnerstag, 11.11.2004, 19:30 Uhr, Gewerkschaftshaus
- Andreas Speit (Journalist):
Braune Kameraden - sozialpolitisch engagiert?
"Hartz IV muss weg" fordern nicht nur sozialpolitische Initiativen. Seit Wochen beteiligt die Extreme Rechte aller Couleur an Protesten. Bei der Abendveranstaltung wird der freie Journalist und Autor Andreas Speit diese Strukturen und deren Ideologie darstellen und auf weitere aktuelle Tendenzen zwischen der "Mitte der Gesellschaft" und dem "Rechten Rand" eingehen.
Donnerstag, 18.11.2004, 19:30 Uhr, Gewerkschaftshaus
- Antifaschistische Aktion Bremen:
Neuste Entwicklungen zur NPD Verden/Rotenburg
und dem Heisenhof
Der Vortrag beschäftigt sich mit der allgemeinen Struktur und dem Auftreten der NPD Rotenburg/Verden. Darüber hinaus wird auf den Heisenhof und seine Bedeutung für die Neonazistrukturen der Region eingegangen.
Donnerstag, 25.11.2004, 19:30 Uhr, Gewerkschaftshaus
- Conrad Taler (Journalist):
Asche auf vereisten Wegen.
Eine Chronik des Grauens - Berichte vom Auschwitz-Prozess
Conrad Taler war Berichterstatter vom Auschwitz-Prozess 1963-1965. Er berichtet von Auschwitz, von dem Prozess gegen Verantwortliche dieser deutschen Todesfabrik, von den Anfeindungen, denen der zuständige hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer ausgesetzt war, und den Ehrungen, die Nutznießer von Auschwitz erfuhren.
Donnerstag, 2.12.2004, 19:30 Uhr, Gewerkschaftshaus
- Gerald Scheidler (Politologe und Bildungsreferent):
Rechte im Schafpelz
So wie Ideologen der extremen Rechten sich schon in der Vergangenheit erfolgreich an der Friedens- und Umwelt-Bewegung ebenso wie an der Esoterik-Szene beteiligt haben, mischen sie sich auch in die sozialpolitischen Debatten der Gegenwart ein. "Seit Jahren findet eine schleichende Übertragung politischer Entscheidungskompetenzen an die Großindustrie statt. Das Volk protestiert gegen eine Wirtschaftsordnung, die nur in Geld, Profi t, Dividende denkt. Der Kapitalismus ist die Wurzel der Zerstörung ..." Diese Sätze entstammen einem Text aus der rechten Ecke. Der gar nicht so neue "Antikapitalismus von Rechts", seine Ideologiemuster, seine Traditionen und die Wurzeln der Verbindung von Nationalem und Sozialem sind das Thema dieser Veranstaltung mit dem Politologen und DGB-Bildungsreferenten Gerald Scheidler.
Kino
Alle Filmvorführungen finden im City Filmtheater (Birkenstraße 1, 28195 Bremen) statt. Eintritt: 3,00 € - 5,00 €
zusätzliche Vorstellung für Schulklassen sind möglich (Tel: 0421/1653100)
Dienstag, 16.11.2004
- Hate and destruction
mit Rap gegen Rassismus (Musikvideo)
von Eugene Akiwumi
5 min - Deutschland - 1993
- Das schreckliche Mädchen (Spielfilm)
von Michael Verhoeven
Eine Schülerin erforscht für einen Aufsatzwettbewerb des Bundespräsidenten die nationalsozialistische Vergangenheit ihrer Heimatstadt und gerät dabei in den Konflikt mit den politisch Mächtigen der Stadt, weil sie deren Nazi-Vergangenheit öffentlich macht.
92 min - ab 12 Jahren - Deutschland - 1989
Dienstag, 23.11.2004
- Coming Out (Kurzspielfi lm)
von Carsten Strauch
Andreas Hübner, ein "ordentlicher Deutscher", der bei seiner Mutter wohnt. Über Nacht wächst ihm ein Hitler- Bärtchen, das er nicht mehr los wird.
12 min - Deutschland - 1996
- Das Hoyerswerda-Syndrom
Im November 1990 wird Jonas Wohnheim von jungen Deutschen angegriffen, wobei er schwere Verletzungen erleidet. Nach den Pogromen in Hoyerswerda und Rostock zeigen sich die Medien empört und aufrechte BürgerInnen organisieren Lichterketten. Der Film begleitet Jona bei seinen Kampf, die ihm versprochene Berufsausbildung doch noch in Deutschland zu erhalten.
52 min - Frankreich - 1996
Dienstag, 30.11.2004
- Unversöhnliche Erinnerungen (Dokumentarfilm)
von K.G. Volkenborn.
Im Spanischen Bürgerkrieg (1936-1938) standen sich auf beiden Seiten der Barrikaden Deutsche gegenüber. Die einen kämpften in den internationalen Brigaden, die anderen in der "Legion Condor". Die einen kamen, um die Republik gegen den Militärputsch zu verteidigen, die anderen schickte Hitler zur Unterstützung Francos. - Diese Konstellation ist der Ausgangspunkt für den Film: Der Maurer Ludwig Stillger und der Bundeswehrgeneral a.D. Hennig Strümpell erinnern sich: Es sind unversöhnliche Erinnerungen an die Weimarer Republik, an den Bürgerkrieg in Spanien, an die Nazizeit und an die Wiederaufrüstung in der Bundesrepublik. Ludwig Stillger lebt heute von einer bescheidenen Rente in Remscheid. Hennig Strümpell wurde 1968 als General aus der Bundeswehr entlassen und lebt jetzt in einem Villenvorort von Frankfurt.
92 Min. - BRD - 1979,
Abschlusskonzert
Freitag, 3.12.2004, 20:00 Uhr, Gewerkschaftshaus
- Esther und Edna Bejarano mit Coincidence:
Lieder fürs Leben - Lieder gegen das Vergessen
sther wurde mit 19 Jahren ins KZ Auschwitz deportiert und verdankt ihr Überleben der Berufung in das Mädchenorchester. Ihre Tochter Edna lebte im selben Alter unter glücklicheren Umständen. Beide verbindet die Haltung: "die Untaten von Gestern verlangen Taten von heute.“ Zusammen mit der Gruppe Coincidence singen sie in neuen Sprachen Lieder von Leid und Freud, von Ghetto, Unterdrückung und Widerstand, von Wut und Überlebenswillen. Zwischen den Liedern liest Esther Bejarano aus ihren Lebenserinnerungen.
Eintritt: 5€ / 2€
Der Name der Widerstandskämpferin und Künstlerin Esther Bejarano war erst jüngst durch die Presse gegangen. Esther Bejarano wollte auf einer Kundgebung in Hamburg gegen einen Nazi-Aufmarsch reden. Dazu kam es nicht, die antifaschistische Kundgebung wurde durch einen Wasserwerfereinsatz der Polizei auseinandergetrieben. Esther wurde nur durch die Scheibe des Lautsprecherwagens vor dem Wasserstrahl, der minutenlang auf ihren Kopf zielte, geschützt. Es war nicht ihre erste Konfrontation mit Polizei und Neonazis im Land der Täter. Esther Bejarano wird in dem Konzert von den Stationen ihres Lebens erzählen: Transport nach Auschwitz, "Leben" im Lager, Ravensbrück, nach 1945 nach Palästina und schließlich die Rückkehr in das Land der Täter und der Schritt, aktiv im Auschwitz-Komitee und in der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes zu werden.
,[10.11.2004]
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