Absicherung der Mitbestimmung
Betriebs- und Personalrätekonferenz fordert Absicherung der Mitbestimmung
und Verkürzung statt Verlängerung der Arbeitszeit.
Mit einer gemeinsamen Erklärung endete die Betriebs- und Per-sonalrätekonferenz, zu der sich ca. 200 VertreterInnen von Bremer und Bremerhavener Betrieben und Verwaltungen am Mittwoch, den 17.November, im Bremer Gewerkschaftshaus getroffen hatten.

"Die große Beteiligung an dieser Konferenz zeigt, wie groß der Druck in den Betrieben auf die Beschäftigten und ihre Interessenvertretungen ist", erklärte die DGB Vorsitzende Helga Ziegert.
Kollegen und Kolleginnen von Karstadt, Daimler Chrysler, den Stahlwerken Bremen, den Bremer Kindertagesstätten und Kraft Foods berichteten über ihre Erfahrungen im Umgang mit betrieblichen Krisensituationen. Betriebsräte und Gewerkschaften könnten auch in der gegenwärtigen Situation gemeinsam immer noch Erfolge im Kampf um Arbeitsplätze, die Abwehr betriebs-bedingter Kündigungen und der Verteidigung des Flächentarifs erzielen, dies aber nur zu dem Preis erheblicher Zugeständnisse an die Unternehmen, so das Fazit.
Die Bremer Betriebs- und Personalräte wollen sich daher künftig stärker gemeinsam in der Öffentlichkeit zu Wort melden um so-ziale und politische Gegenwehr zu organisieren. In einer nach Diskussion einstimmig verabschiedeten Resolution forderten sie u.a. existenzsichernde Löhne statt Niedriglöhne, die Sicherung und den Ausbau der Mitbestimmung sowie Arbeitszeitverkür-zung als Mittel zum Abbau der Arbeitslosigkeit statt Arbeitszeitverlängerung. Von der Bremer Politik wird an erster Stelle die "bessere Förderung, Bildung und Ausbildung unsere Kinder und Jugendlichen" gefordert. Ferner sprach sich die Versammlung gegen die geplante Arbeitszeitverlängerung im öffentlichen Dienst und für die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit erforderlichen staatlichen Dienstleistungen aus.
[19.11.2004]