Ausbildungssituation kein Anlaß zu Jubelmeldungen
Keinen Anlaß zu Jubelmeldungen bietet nach Auffassung des DGB die Situation auf dem Ausbildungsmarkt in Bremen und Bremerhaven. "Die Anstrengungen zur Gewinnung neuer Ausbildungsplätze im Land Bremen sind anzuerkennen", so die Bremer DGB-Vorsitzende Helga Ziegert. Der Erfolg bei der Gewinnung neuer Ausbildungsplätze dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß insgesamt die Zahl der betrieblichen Ausbildungsplätze im Land Bremen zurückgegangen sei.
Zum Stichtag 30.9. lag die Zahl der betrieblichen Ausbildungsstellen bei der Arbeitsagentur Bremen bei 4380 gegenüber 4652 in 2003, bei der Arbeitsagentur Bremerhaven bei 1077 gegenüber 1123 in 2003. Helga Ziegert: "Trotz der Nachvermittlungsaktion suchen derzeit noch mehr als 200 Jugendliche in Bremen einen Ausbildungsplatz." Mehr als die Hälfte von ihnen seien schon seit mehreren Jahren in der Warteschleife. Ob die geplanten Maßnahmen zur betrieblichen Einstiegsqualifizierung der richtige Weg seien,sei zweifelhaft.
Der DGB wende sich auch dagegent, die Jugendlichen selbst dafür verantwortlich zu machen, daß sie keine Lehrstelle bekämen. "Es gibt Mängel bei den schulischen Vorkenntnissen und in der Einstellung von Jugendlichen" , so Helga Ziegert. Hier seinen Bildungssenator, Schulen und auch die Jugendlichen selbst gefordert. "Das Kernproblem ist aber, daß immer weniger Betriebe selbst ausbilden und stattdessen die Zukunftssicherung aneren überlassen."
Der Flyer ist kostenlos erhältlich, auch im Internet (www.dgb.de).
Ohne Gegenstimme beschlossen
[06.12.2004]
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