8. Mai 1945: Befreiung von der Nazi-Diktatur!
8. Mai 2005: Ein Tag für die Demokratie
Am 8. Mai jährt sich das Kriegsende in Europa zum 60. Mal. Die alliierten Streitkräfte beendeten die Terrorherrschaft der Nationalsozialisten. Nach sechs Jahren Krieg und über 60 Millionen Toten bedeutete der 8. Mai 1945 das Ende der verbrecherischen Gewaltherrschaft Deutschlands über fast ganz Europa und das Ende des Massenmordes an den europäischen Juden. Auch die Verfolgung und die Ermordung von zahlreichen anderen Opfern endeten an diesem Tag.
Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker hat vor nunmehr 20 Jahren die richtigen Worte für diesen Tag gefunden:
"Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden Sys- tem der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft."

Heute gedenken Demokratinnen und Demokraten des Kriegsendes vor 60 Jahren. Nur wenn wir die Erinnerung an das Leid der Kriegsjahre und an die Opfer der Gewaltherrschaft wach halten, bleibt uns bewusst, wie wichtig und zukunftsweisend Freiheit, Demokratie und Menschenrechte für uns sind.
7. / 8. Mai 2005 BrandenburgerTor Berlin
Samstag 11.00 Uhr
Eröffnung der Veranstaltung »Ein Tag für die Demokratie« durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit
Samstag und Sonntag ab 11.00 Uhr
Informations- und Bühnenprogramm am Brandenburger Tor
Für Millionen von Menschen war der 8. Mai ein Tag der Hoffnung und Zuversicht. Ihre Hoffnung ist aufgegangen in einem zusammenwachsenden, friedlichen Europa und einem demokratischen, vereinigten Deutschland.
Für viele Menschen war mit dem 8. Mai das Leiden noch nicht beendet: Das Unrecht der Vertreibung und das Leid der Flüchtlinge waren Folgen des von Deutschland begonnenen Krieges, und erst mit dem Fall der Mauer und der friedlichen Wiedervereinigung wurden Freiheit und Demokratie in ganz Deutschland Realität.
Die Erinnerung an den 8. Mai 1945 schärft unseren Blick auf das Heute und ist Auftrag und Verpflich tung zugleich:
Gedenken wir am 8. Mai gemeinsam aller Opfer und begehen wir diesen Tag gemeinsam mit denen, die Widerstand gegen das Naziregime geleistet haben, und denen, die uns als Alliierte von der NS- Diktatur befreit haben.
Der 8. Mai 1945 war der Ausgangspunkt dafür, aus alten Gegnern Partner und schließlich Freunde zu machen. Freiheit und Demokratie verbinden uns heute. Auch diese historische Versöhnung wollen wir gemeinsam würdigen.
Jenen, die die Geschichte umdeuten und die Opfer am Tag der Befreiung verhöhnen wollen, setzen wir die Entschlossenheit aller demokratischen Kräfte entgegen. Wir wollen in Deutschland nie wieder Unfreiheit, Intoleranz, Rassismus, Fremdenhass und Antisemitismus zulassen. Wir werden an diesem Tag in der Mitte Berlins ein Zeichen der Stärke unserer Demokratie setzen. Und wir zeigen, dass es lohnt, an unserer freiheitlichen Gesellschaft weiterzubauen und sie damit zu stärken.
Die Mütter und Väter des Grundgesetzes haben mit dem Artikel 1 eine unmissverständliche Antwort auf die Barbarei der Nazis gegeben. Diese Antwort hat für uns Demokraten bis heute Gültigkeit:
"Das deutsche Volk bekennt sich darum zu den unverletzlichen und unveräußerlichen Menschen- rechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt."
Wir laden dazu ein, den Jahrestag der Befreiung von der NS-Diktatur mit einem Tag für die Demokratie zu begehen!
"Ein Tag für die Demokratie" ist eine Veranstaltung des Senats von Berlin, die von Parteien, Kirchen, Sozialpartnern und anderen gesellschaftlichen Gruppen mitgetragen wird.
Organisationsbüro "Tag für Demokratie" - www.tagfuerdemokratie.de
Fon: (030) 9026 -2406 Berliner Rathaus, 10871 Berlin info@tagfuerdemokratie.de Fax: (030) 9026 -2408
[18.04.2005]