Konstruktiven Neubeginn
Arbeitnehmervertreter in der Handwerkskammer Bremen
für konstruktiven Neubeginn
Angesichts der aufgrund des Rücktritts der Arbeitgebervertreter im Vorstand der Handwerkskammer Bremen erforderlichen für den 25. April angesetzten Neuwahl, sieht sich der DGB als Listenführer der Arbeitnehmervertreter in der Vollversammlung veranlasst, alle an den aktuellen Auseinandersetzungen beteiligten Personen zur Mäßigung aufzurufen und sich für einen konstruktiven Neubeginn in der Kammerarbeit auszusprechen.
Vor dem Hintergrund der schwierigen Konjunkturlage sowie des anhaltenden Arbeitsplatzabbaus in zahlreichen Handwerksbetrieben, angesichts aber auch der Gefährdungen, denen sich das Handwerk aufgrund des Schwarzarbeiterproblems, der rigorosen Kreditpolitik der Banken und der von der EU geplanten Dienstleistungsrichtlinie ausgesetzt sieht, haben die Arbeitnehmervertreter in der Vollversammlung zunehmend weniger Verständnis dafür, dass sich die Handwerkskammer in letzter Zeit in der Hauptsache mit sich selbst beschäftigt.
Die durch den Rücktritt von Präses Dasenbrook und den übrigen Arbeitgebervertretern im Kammervorstand ausgelöste Führungskrise sollte daher nach Auffassung der Arbeitnehmer durch die am kommenden Montag stattfindenden Neuwahlen zügig beendet und für einen Neubeginn in der gesamten Kammerarbeit genutzt werden.
Obwohl die Rolle der Arbeitnehmer aufgrund gesetzlicher Vorgaben auf eine Minderheitenposition - sie stellen lediglich 1/3 der Vertreter in der 30-köpfigen Vollversammlung - beschränkt ist, sind auch sie gleichwohl daran interessiert, dass die im Zusammenhang mit dem Berufsfortbildungswerk (BFZ) zur Zeit anstehenden Finanzprobleme rasch behoben werden und dadurch die Rückkehr zur Bearbeitung der eigentlichen Kernaufgaben der Handwerkskammer Bremen ermöglicht wird.
Unter der Voraussetzung, dass den Anliegen und Wünschen der Beschäftigten und ihrer Vertreter in der Vollversammlung zukünftig größere Beachtung geschenkt wird, und dass sie stärker als bislang an der gesamten Kammerarbeit beteiligt werden, sind die Arbeitnehmervertreter darüber hinaus bereit, sowohl die Wahl des neuen Präses als auch einen entsprechenden inhaltlichen Kurswechsel in der Kammerpolitik konstruktiv zu begleiten.
[20.04.2005]
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