Druck auf Beschäftigte in Bremer Betrieben
Thema der DGB Veranstaltungen am Tag der Arbeit
Unter dem Motto "Du bist mehr. Mehr als eine Nummer. Mehr als ein Kostenfaktor. Du hast Würde. Zeig sie!" stehen die Veranstaltungen des DGB Bremen und DGB Bremen-Nord zum Tag der Arbeit in diesem Jahr.
Am Freitag, den 29. April, findet um 18.00 Uhr das tradionelle Mahl der Arbeit in der Oberen Rathaushalle statt. Nach der DGB Vorsitzenden Helga Ziegert und dem Präsidenten der Bremischen Bürgerschaft Christian Weber, wird Prof. Dr. Frank Nullmeier von der Universität Bremen den Festvortrag zum Thema: "Zukunft der sozialen Sicherheit" halten.
Am Sonnabend, den 30. April kann ab 20.00 Uhr wieder beim Tanz in den Mai auf dem Domshof zu Captain Candy und den Beetles gerockt werden.
Der Mai-Umzug in Bremen beginnt um 11.00 Uhr am Osterdeich/Ecke Sielwall. Um 12.05 Uhr beginnt die Kundgebung des DGB auf dem Domshof. Hauptredner ist der ehemalige Vorsitzende der IG Medien, Detlef Hensche. Nach der Eröffnung durch die Bremer DGB Vorsitzende wird es außerdem Beiträge der Gewerkschaftsjugend, von Kollegen der vom Siemens Konzern ausgegliederten und verkauften Firma Sinitec sowie der Studenten der Universität Bremen geben, die gegen Studiengebühren kämpfen.
Der Mai-Umzug in Bremen-Nord beginnt um 10.30 Uhr beim Arbeitsamt Vegesack. Um 11.00 Uhr beginnt die Kundgebung auf dem Sedanplatz mit dem Redner Carsten Sieling, SPD-Landesvorsitzender.
Thema der Kundgebung ist die Lage in den Bremer Betrieben. "Der Druck auf die Beschäftigten wächst, es wächst aber auch die Verbitterung", sagte die Bremer DGB Vorsitzende Helga Ziegert. Der wochenlange Streik bei der Klinik Heines für einen Haustarifvertrag und die Auseinandersetzungen bei Dräxlmaier zeigten, dass die Auseinandersetzungen mit den Arbeitgebern härter würden und bisherige Spielregeln offenbar nicht mehr gälten. Mit der Drohung von Betriebsschließungen oder verlegungen versuchten die Arbeitgeber von ihren Beschäftigten und Betriebsräten die Kürzung des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes und vor allem längere Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich zu erreichen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer würden zum bloßen Kostenfaktor erniedrigt. Helga Ziegert "Dagegen wollen wir am 1. Mai ein Zeichen setzen. Der Mensch muss mehr zählen als der Profit".
[27.04.2005]
|