Kürzungsvorhaben bei
der Jugendbildungsarbeit unverantwortlich
Auf scharfe Kritik ist beim DGB Bremen die Ankündigung der Jugend- und Sozialsenatorin gestoßen, Kürzungen bei der außerschulischen Jugendbildung vorzuschlagen. Angesichts wachsender Politikverdrossenheit bei vielen Jugendlichen bei und des Vormarsches rechter politischer Orientierungen in der Jugendszene sei der Vorschlag, der auf die Abschaffung der politischen Jugendbildung hinauslaufe, eine politische Bankrotterklärung, sagte die Bremer DGB-Vorsitzende Helga Ziegert.
Wachsende Anforderungen an die Jugendlichen in einer komplizierten Arbeitswelt und schwindende Akzeptanz traditioneller politscher Orientierungen machten die Unterstützung demokratischer Lernprozesse durch vielfältige außerschulische Bildungsangebote notwendiger denn je. Helga Ziegert: "Die Anbieter politischer Jugendbildung leisten einen großen finanziellen Eigenbeitrag und mobilisieren beträchtliches ehrenamtliches Engagement. Diese Leistungen können in Zukunft nicht mehr erbracht werden."
Wegen vergleichsweise geringer Haushaltseinsparungen werde ein großer politischer Schaden in Kauf genommen. Sie sei enttäuscht, dass sich die Senatorin nicht stärker für die Jugend einsetze, sagte Helga Ziegert.
[03.06.2005]
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