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Spot [Titel]image dummyArchiv 2005

Hier haben Sie eine Übersicht aller Pressemitteilungen und Berichte, die in den vergangenen Monaten und Jahren veröffentlicht wurden. Wenn Sie dennoch Fragen haben sollten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.


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Betriebe völlig unzureichend
auf die Alterung ihrer belegschaft eingestellt.
Fast die Hälfte der Älteren in Bremen und Bremerhaven sind in Klein- und Mittelbetrieben beschäftigt - doch mittelständische Qualifizierungsförderung wird nicht genutzt

Fast die Hälfte aller älteren Beschäftigten in den Arbeits-Agenturbezirken Bremen und Bremerhaven arbeiten nach einer DGB-Untersuchung in Betrieben mit bis zu 100 Beschäftigten. Absolut waren dies im Sommer 2004 rund 72.000 Arbeitskräfte im Alter von 50 Jahren und mehr.

Die meisten Betriebe in Bremen und Bremerhaven sind bisher völlig unzureichend auf die Alterung ihrer Belegschaft eingestellt, sagte die Bremer DGB-Vorsitzende Helga Ziegert. Oftmals gibt es z. B. keine auf die Bedürfnisse Älterer zugeschnittene Gestaltung der Arbeitsplätze und der Arbeitsabläufe oder eine Weiterbildung, die Ältere einbezieht oder auf sie ausgerichtet ist. Allzu viele Betriebe kneifen hier, obwohl die Arbeitsagentur eine spezielle Qualifizierungsförderung für mittelständische Betriebe anbietet.

Helga Ziegert weist darauf hin, dass die Agentur nach dem Arbeitsförderrecht in Betrieben bis 100 Beschäftigte die Kosten einer betrieblichen Weiterbildung von mindestens 50-Jährigen auch dann übernimmt, wenn der Arbeitsplatz nicht gefährdet ist. Damit soll einer im Alter drohenden Dequalifikation und evtl. Arbeitslosigkeit vorgebeugt und die Wettbewerbschancen sowie die Qualifikationsstruktur mittelständischer Betriebe möglichst verbessert werden. Dieses seit 2002 bestehende Instrument wurde bisher jedoch in Bremen und Bremerhaven kaum von Unternehmen genutzt.

Der DGB hat festgestellt, dass viele Betriebe diese gezielte Weiterbildungsförderung Älterer nicht einmal kennen: "Wir wundern uns, warum Industrie- und Handelskammer bzw. Handelskammer sowie Handwerkskammer ihre Mitgliedsbetriebe nicht stärker auf diese zukunftsorientierten Qualifizierungsmöglichkeiten aufmerksam machen. Auch die Arbeitsagentur sollte von sich aus offensiv für dieses Instrument werben. Es reicht nicht aus, angesichts des demografischen Wandels immer wieder vom lebenslangen Lernen und von längeren Lebensarbeitszeiten über das 65. Lebensjahr hinaus zu reden und dann nicht in die Qualifizierung älterer Beschäftigter im Alter von 50 und mehr zu investieren."

In diesem Zusammenhang kritisiert die DGB-Vorsitzende, dass die Bundesratsmehrheit im Juli ein Gesetz blockierte, mit dem betriebliche Qualifizierung in mittelständischen Unternehmen ausgeweitet werden sollte. Der Bundestag hatte zuvor eine Öffnung der Weiterbildungsförderung auf Betriebe und eine Absenkung der Weiterbildungsförderung auf 45 Jahre beschlossen. Die Unionsmehrheit im Bundesrat hat dies ebenso wie die Verlängerung der Bezugsdauer beim Arbeitslosengeld abgelehnt und einer Verabschiedung in der auslaufenden Wahlperiode verhindert. Helga Ziegert: "Wir setzen uns dafür ein, dass diese Regelung im Interesse der Älteren wie der mittelständischen Betriebe liegende Regelung von der neuen Bundesregierung wieder aufgegriffen wird."
[19.09.2005]






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