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Pressereferat
DGB Bremen- Bremerhaven
Bahnhofsplatz 22-28
28195 Bremen

Tel. 0421 - 33 576 -11
Fax 0421 - 33 576 -60
bremen@dgb.de





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Spot [Titel]image dummyArchiv 2006

Hier haben Sie eine Übersicht aller Pressemitteilungen und Berichte, die in den vergangenen Monaten und Jahren veröffentlicht wurden. Wenn Sie dennoch Fragen haben sollten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.


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Jugend im KZ
"Wir hatten noch gar nicht angefangen zu leben
Ausstellung im Gewerkschaftshaus vom 05.12.2005 bis 23.12.2005

Spezielle KZ nur für Jugendliche? - Das habe ich ja noch nie gehört!
Das ist eine verständliche Reaktion bei Jung und Alt. Und doch hat es diese Lager gegeben, die noch vor wenigen Jahren zu den vergessenen NS-Terrorstätten zählten. Polizei und SS errichteten solche Lager in Moringen bei Göttingen ( 1940 – 1945 ) und in der Nähe von Fürstenberg/ Uckermarck (1942–1945). Aufgrund politischer, reli-giöser, rassischer und vor allem sozialer Verfolgung wurden Mädchen in Uckermarck und Jungen in Moringen als so-genannte "Gemeinschaftsfremde" inhaftiert.

Im Alter von 10 - 25 Jahren waren nahezu 3.000 Kinder und Jugendliche aus ihren Lebenszusammenhängen gerissen und dem SS-Terror, der kriminalbiologischen Se-lektion und der Zwangsarbeit ausgesetzt. Sie kamen aus allen Teilen des Reiches und aus den von deutschen Truppen über-fallenen Ländern.

Die Ausstellung
"
Wir hatten noch gar nicht angefangen zu leben" ist als Wanderausstellung konzipiert und wird seit 1993 im gesamten Bundesgebiet und in Österreich gezeigt. Bei den Präsentationen bis zum Dezember 2004 wurden in über 180 Städten insgesamt über 300.000 Besucherinnen und Besucher gezählt.

Mit der Ausstellung sollen vor allem auch Jugendliche angesprochen und erreicht werden. Eingebettet in die große Geschichte wird auf 32 Tafeln das Erleben und Leiden der Mädchen und Jungen in den Jugend-KZ durch Fotos, Dokumente und Texte nachgezeichnet.
Nach dem Krieg gehörten beide Lager zu den verschwiegenen Kapiteln in der Öffentlichkeit. Die Ausstellung zeichnet das Vergessen und Verdrängen nach.


Die Ausstellung ist in 5 Abschnitte gegliedert:

  1. Jugend im Nationalsozialismus
    Überblick über die Bedingungen Jugendlicher im KZ

  2. Einrichtung und Scheinlegitimierung
    Entstehungsgeschichte der Jugend-KZ

  3. Der Weg ins Jugend-KZ
    Biografische Skizzen zu einzelnen Häftlingen

  4. Der Lageralltag
    Haftbedingungen, verwalteter Terror Arbeits- und Strafsystem

  5. 1945 bis heute - Jahrzehnte des Verdrängens
    Das "Vergessen" und die Konsequenzen für Opfer und Täter


Pressestimmen

  • "Eine in ihrer Wirkung sehr ergreifende Ausstellung"
    Märkischer Bote

  • "Die verdeutlichten Lebenswege bleiben aktuell, nicht zuletzt auch deshalb, weil die Opfer in einer Zeit, wo man bereits wieder das Fremde in Asylanten und Gastarbeitern klassifiziert, noch unter uns leben"
    Cottbuser Journal

  • "Der Besuch der Ausstellung hinterließ bei den Mädchen und Jungen der 10c tiefe Eindrücke"
    Oder-Zeitung Wismar

  • "Die Biografien der jugendlichen KZ-Häftlinge aus Moringen und der Uckermarck wirken grausam aktuell. ... Ein Lehrstück für die Gegenwart"
    Frankfurter Rundschau


Rahmenprogramm

  • 5.12.05
    Eröffnungsveranstaltung mit Martin Guse (Initiator der Ausstellung)
    • Helga Ziegert (DGB)
    • Elvirah Noah (Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Bremen)
    • Henning Scherf (SPD)
    • und musikalischer Begleitung

  • 6.12.05
    Zeitzeugenabend
    • Helmut Becker, Zeitzeuge, berichtet über seine Inhaftierung im Jugend-KZ Moringen

  • 13.12.05
    Tanzabend mit Swingmusik
    • Günther Discher, NDR-Moderator und "ältester DJ Deutschlands" spielt Swingklassiker der 30er und 40er.

  • 20.12.05
    Kinoabend mit "Swingkids"
    Ein Film zur Kulturbewegung der Swingkids; FSK ab 12

    Alle Veranstaltungen ab 18:00 Uhr


Ihr Ansprechpartner:
ver.di Bezirk Land Bremen
Wolfgang Evers: 0421 - 3301 - 152

Eintritt ist frei

[31.10.2005]






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