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Ausbildungskrise verschärft sich
Erneuter Rückgang gemeldeter Ausbildungsstellen
In Bremen zeichnet sich nach Feststellung des DGB ein weiterer Rückgang bei den betrieblichen Ausbildungsplätzen ab. Nachdem bereits im letzten Frühjahr ein Tiefstand an betrieblichen Ausbildungsplätzen erreicht war, ist die Zahl der gemeldeten Ausbildungsplätze in der Stadt Bremen im März 2006 erneut um fast 16 % auf 2621 zurückgegangen. Dem steht eine seit dem letzten Jahr um 4,7 % gestiegene Zahl von 3520 Bewerbern gegenüber.
"Die Ausbildungskrise verschärft sich", sagte die Bremer DGB Vorsitzende Helga Ziegert. Trotz Ausbildungspaktes halte die Tendenz der Betriebe, Ausbildungsplätze abzubauen, unvermindert an.
Helga Ziegert: "Offenbar verlassen sich viele Betriebe darauf, dass ihnen im Bedarfsfall qualifiziertes Personal vom Arbeitsmarkt zur Verfügung gestellt wird". Dies sei angesichts der demographischen Entwicklung kurzsichtig. Man werde die Situation im Bremer Bündnis für Ausbildung kritisch analysieren müssen: Es sei nicht zu verantworten, wenn durch die zur Stärkung der Ausbildungsbereitschaft zur Verfügung gestellten staatlichen Finanzmittel der anhaltende Rückzug der Betriebe aus der Ausbildung gefördert werde.
[30.03.2006]
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