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Partner des Bremer Ausbildungspaktes sollen ehrliche Bilanz ziehen - Fortsetzung nicht sinnvoll
Der DGB Bremen hält die in der gemeinsamen Erklärung von Senat und Handelskammer angekündigte Fortführung des Ausbildungspaktes in seiner bisherigen Form nicht für sinnvoll. Die bisherigen Erfahrungen mit dem Pakt zeigen, dass die Beschränkung der Partner auf die Einwerbung und staatliche Finanzierung "neuer" Ausbildungsplätze in den Betrieben den Rückgang der betrieblichen Ausbildungsplätze nicht haben stoppen können. Auch Ende Mai läge die Zahl der Ausbildungsplätze in der Stadt Bremen um über 8% unter dem Stand des letzten Jahres. Angesichts der steigenden Zahl junger Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchen, sei dies alarmierend, so die Bremer DGB Vorsitzende Helga Ziegert. "Ein Pakt oder ein Bündnis für Ausbildung in Bremen muss sich an dem Ziel messen lassen, allen Jugendlichen eine betriebliche Ausbildung zu ermöglichen, die einen Ausbildungsplatz suchen und die Voraussetzungen erfüllen". In diesem Zusammenhang verwahrte sie sich erneut dagegen, die Schuld an der Ausbildungsmisere den angeblich nicht ausbildungsreifen Jugendlichen in die Schuhe zu schieben. Von den fast 4000 beim Arbeitsamt Bremen gemeldeten Bewerbern stammten mehr als die Hälfte nicht aus dem Schulabgangs-Jahrgang dieses Jahres, sondern seien "Altbewerber" aus den letzten Jahren, die schon eine oder mehrere Warteschleifen hinter sich hatten.
Helga Ziegert: "Mit staatlich finanzierten Maßnahmen den Mangel an betrieblichen Ausbildungsplätzen ausgleichen zu wollen, kostet erstens sehr viel Geld und löst zweitens das Problem nicht". Dagegen begrüsst der DGB ausdrücklich, dass der Senat als Arbeitgeber die Ausbildungsquote im öffentlichen Dienst in diesem Jahr erneut steigere. "Die Partner des Ausbildungspaktes müssen endlich eine ehrliche Bilanz ziehen und dürfen nicht über dem Jubel über neue Ausbildungsplätze vergessen, dass gleichzeitig mehr Ausbildungsplätze wegfallen als eingeworben wurden", so die DGB Vorsitzende abschließend.
[31.05.2006]
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