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Pressereferat
DGB Bremen- Bremerhaven
Bahnhofsplatz 22-28
28195 Bremen

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Spot [Titel]image dummyArchiv 2006

Hier haben Sie eine Übersicht aller Pressemitteilungen und Berichte, die in den vergangenen Monaten und Jahren veröffentlicht wurden. Wenn Sie dennoch Fragen haben sollten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.


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Gemeinsam gegen harte Zeitten
parolidalli reloaded

Eine Veranstaltungsreihe von IG-Metall-Jugend, DGB-Jugend, GEW, Sozialplenum, ['solid].org, Gruppe "Kritik im Handgemenge" Bremen, Hochschulinformationsbüro Bremen u.a.

Die Zeiten werden härter. Das bekommen alle zu spüren. Der Druck auf Arbeitslose wird mit Hartz IV und seinen Verschärfungsmaßnahmen stetig erhöht. Aber auch Menschen, die noch einen Arbeitsplatz haben, sind verunsichert und „feiern“ nicht mehr krank aus Angst vor Arbeitslosigkeit.

Obwohl der technische Fortschritt immer mehr menschliche Arbeit erleichtert und überflüssig macht: die Konsequenzen sind alles andere als menschenfreundlich. Anstatt diese Möglichkeiten zur Bedürfnisbefriedigung aller zu nutzen, zählt einzig der Profit und der Zwang zu Lohnarbeit wird mit aller Härte aufrecht erhalten.

Alle Unternehmungen der großen Koalition werden diese Probleme nicht lösen. Denn ihr politischer Auftrag ist der Schutz genau dieser Verhältnisse. So wird denn auch erstmal wieder an der Steuerschraube gedreht und mit Gesundheitsreform und Mehrwertsteuererhöhung eine weitere Runde der Umverteilung von unten nach oben eingeläutet.

Bislang konnte sich noch keine breite Protestbewegung gegen diese Politik formieren. Die vereinzelten Akteure auf dieser schlecht ausgeleuchteten Bühne wirken hilflos.

Die MontagsdemonstrantInnen gehen in Bremen zwar hartnäckig auf die Straße, verbleiben jedoch bei einem hilflosen Protest der „kalterwischten“ Hartz IV-EmpfängerInnen, ohne ihre Situation in den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang einzuordnen.

Ex-SozialdemokratInnen und linke GewerkschafterInnen gründen eine neue „Linkspartei“ und sprinten durch die Institutionen, weil sie es geflissentlich versäumen, sich mit der Geschichte der Parteiengründungen auseinander zu setzen. Zu oft sind politische Inhalte zugunsten der Teilhabe an realpolitischer Macht verloren gegangen.

Radikale Linke haben zwar einige richtige Argumente, zeichnen sich allerdings immer wieder durch Abgrenzung statt Kooperation aus und bleiben ungehört.

Gewerkschaften hätten zwar eine betriebliche Basis und Gegenkonzepte. Während letztere im Funktionärswesen zum kleinsten gemeinsamen Nenner zerrieben werden, kann die Basis, zudem angesichts des massenmedialen Mainstreams, nicht zu einer Massenbewegung gegen Missstände mobilisiert werden.

Die Diskussion, das Verständnis und die Kooperationsfähigkeiten verbessern -das war eines der Ziele einer Zeitungsredaktion namens Parolidalli. Zusammengesetzt aus Gewerkschaftsaktiven, Friedensaktivisten, Menschen aus der antikapitalistischen Linken, Reformer/Innen und Revolutionär/Innen und vielen helfenden Händen sollte einmalig eine gemeinsame, eine andere Zeitung entstehen.

Die Zusammenarbeit entwickelte sich über das Zeitungsprojekt hinaus, und die Redaktion hat sich das Ziel gesetzt, einige Themen (s. unten) in öffentlichen Veranstaltungen „live“ zu diskutieren. Wir hoffen nicht nur auf eine rege Beteiligung und spannende Diskussionen, sondern wünschen uns auch die aktive Mitarbeit von mehr Menschen, die zu dem Schluss kommen: Gemeinsam gegen schlechte Zeiten. Paroli bieten – aber dalli! Ob bei der Vorbereitung der Veranstaltung, eines Aktionstages oder vielleicht doch mal wieder einer Zeitung, Du bist herzlich eingeladen.
  • Heute hier, morgen dort....?
    Generation Jobnomade, der Arbeit hinterher??
    Als Perspektive den Jobnomaden, der flexibel der Arbeit hinterherzieht, ohne Rücksicht auf Arbeitsbedingungen und soziale Bildungen? Als Perspektive die Langzeitarbeitslosigkeit mit Empfang von ALG II?? Sehen so die Perspektiven junger Menschen aus? Und wie sollten sie eigentlich aussehen? Was müssen wir verändern in unserer Gesellschaft? Auf der Veranstaltung wollen wir unser eigenes Erleben einfließen lassen, den Iststand analysieren und Ideen entwickeln, was sich ändern muss und wie wir das angehen können.

    • Mittwoch, 25.10.2006, 18.30 Uhr
      im IG Metall-Sitzungssaal im DGB-Haus (gegenüber Bahnhof)


  • Praktikum: Dauercasting Berufseinstieg?
    Praktika sind zu einem etablierten Bestandteil der Arbeitssuche geworden und versprechen die Möglichkeit Kontakte zu knüpfen, Berufserfahrung zu sammeln oder eine folgende Festanstellung. In zunehmendem Masse werden PraktikantInnen jedoch als un(ter)bezahlte Arbeitskräfte ausgebeutet. Während die Einzelnen sich von einem Praktikum zum nächsten hangeln bleiben sie in ihrer Situation häufig isoliert. Deswegen möchten wir, nach einem einführenden Vortrag von Melanie Mörchen über die Chancen und Risiken einer „Strategie Praktikum“ diskutieren und diese kritisch betrachten. Wie ordnen sich Praktika in eine allgemeine Deregulierung des Arbeitsmarktes ein? Welche Forderungen wären an wen zu stellen und welche Solidaritäten wären verlangt, damit Praktika ihren Zweck erfüllen?

    • Donnerstag, 30.11.2006, 18.00 Uhr
      im Jugendfreizeitheim Buntentor, Geschwornenweg 11


  • Bedingungsloses Grundeinkommen
    Ein Schritt in die richtige Richtung
    Ein bedingungsloses Grundeinkommen. Ohne Bedürftigkeitsprüfung, als individueller Rechtsanspruch und existenzsichernd. Das sind die Eckpunkte einer nicht ganz jungen Forderung. Seit einigen Jahren wurde die Debatte wieder belebt und mittlerweile führen auch viele emanzipatorische Kräfte das Grundeinkommen in ihrem Forderungskatalog auf. (z.B. Euromayday) Dabei wird dem Grundeinkommen der Status einer Richtungs- oder Übergangsforderung zugeschrieben. Wir wollen in dieser Veranstaltung über Sinn und Unsinn von Übergangsforderungen, also dem Verhältnis von Reform und Revolution diskutieren. Dabei werden Fragen der Durchsetzbarkeit, der Auswirkungen und der Chancen beleuchtet werden und Platz für eure Fragen sein.

    • Dienstag, 5.12.2006, 19.30 Uhr
      im DGB-Haus (gegenüber Bahnhof)

  • Bedingungen und Perspektiven des Widerstands
    Was sind die Grundlagen dieser Gesellschaft? Wie können ihre positiven Errungenschaften erhalten und weiterentwickelt werden?
    Welche Erfahrungen haben die unterschiedlichen Strömungen der Linken gemacht? Wo sind sie in ihren Ansätzen auf Grenzen gestoßen? Was muß weiterentwickelt werden? Die Befreiung des Einzelnen ist untrennbar mit der Befreiung der Gesellschaft verbunden. Das können wir nur gemeinsam und organisiert erreichen. Über die Wege dahin wollen wir in dieser Veranstaltung zu sprechen anfangen.

    • Donnerstag, 18.1.2007, 19.30 Uhr
      im Jugendfreizeitheim Buntentor, Geschwornenweg 11

Wer Interesse hat, kann auch gerne zu den offenen Parolidalli-Treffen am 16.11. um 18:30 Uhr und am 13.12. um 19.00 Uhr im Wiener Hof Café in der Weberstraße kommen.

  • Den Infoflyer downloaden [hier]

[24.09.2006]






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