Keine Entwarnung bei Ausbildungsstellen
DGB fordert Ausbildungsoffensive von der neuen Koalition
Vor voreiliger Entwarnung für den Bremer Ausbildungsmarkt warnt der DGB Bremen.Trotz guter Konjunkturlage sei das Ausbildungsangebot auch im Mai noch immer erheblich niedriger als im letzten Jahr. Rein rechnerisch fehlten in Bremen und Bremerhaven je 1.000 Ausbildungsstellen.Gleichzeitig befänden sich ca.5.000 junge Menschen in Bremen und Bremerhaven in schulischen oder Arbeitsamt-Maßnahmen. Die Übergangsquote von Hauptschülern/innen in eine betriebliche Berufsausbildung liege offiziell 17%,real aber unter 10%.
"Dabei klagen viele Betriebe schon über Fachkräftemangel"sagte die Bremer DGB Vorsitzende Helga Ziegert.
Die anziehende Konjunktur biete gute Voraussetzungen, das Ziel zu erreichen, allen Jugendlichen in Bremen eine qualifizierte Ausbildung zu verschaffen."Das Ziel, jedem/jeder Jungendlichen einen Ausbildungsplatz anzubieten, muss Bestandteil der Koalitionsvereinbarungen sein",so Helga Ziegert. Die Zahl der Maßnahmen müssen zugunsten betrieblicher Ausbildungsplätze spürbar gesenkt, die Quote der Hauptschüler und Migranten in einer betrieblichen Ausbildung deutlich angehoben werden. "Hierzu sind nicht neue Mittel und Programme nötig, sondern der gezielte Einsatz und die Bündelung der bestehenden Mittel und Programme." Das aus ReSoSta-Mitteln geförderte Programm, mit dem Jugendlichen den direkten Übergang von der Hauptschule in die betriebliche Ausbildung ermöglicht wird, sei ein Schritt in die richtige Richtung. Hierfür sei die Zusammenarbeit aller an der Ausbildung in Bremen Beteiligten erforderlich.
Der DGB fordert, den bisherigen Ausbildungspakt, an dem nur Arbeitgeber und Politik beteiligt seien, in das Bündnis für Arbeit und Ausbildung zu überführen, das alle gesellschaftlichen Akteure zusammenführe. Das Bündnis müsse gemeinsam Ausbildungsziele verabreden und deren Erreichen jährlich überprüfen.
[01.06.2007]
|