Alle Jahre wieder...
Die Ausbildungsplatzzahlen und was davon übrig blieb!
DGB Jugend fordert die Umlagefinanzierung für Ausbildung
Die Jugend des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Bremen setzt sich weiterhin für die Einführung der Ausbildungsplatzumlagefinanzierung ein.
Patrick Röhner (21 Jahre) ist ein junger Gewerkschafter. In diesem Jahr hat er erfolgreich seine Informatikerausbildung in einem Bremer Betrieb abgeschlossen. Er ist sicher: „Der Ausbildungspakt zwischen Regierung und Wirtschaft ist gescheitert. Erst mit der Einführung der Umlagefinanzierung bekommen deutlich mehr Ausbildungsplatzsuchende wieder eine reelle Chance auf einen Ausbildungsplatz.“
Die Jugendbildungsreferentin Sabine Herold des DGB in Bremen erklärt: „Bei der Umlagefinanzierung handelt es sich um den finanziellen Ausgleich zwischen ausbildenden und nicht-ausbildenden Betrieben.“
Sie prognostiziert, dass auch in diesem Jahr die offizielle Statistik zur Ausbildungsplatzsituation der Agentur für Arbeit geschönt sein wird. Im Bundesland Bremen seien nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit im August 4928 junge Menschen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz gewesen. Dagegen wären jedoch nur 3931 freie Ausbildungsplätze gemeldet gewesen.
„Aus den Erfahrungen der letzten Jahre zum Ausbildungsplatzreport der Agentur für Arbeit, der am 01. Oktober veröffentlicht wird, erwarten wir, dass die Zahl wie-der niedriger sein wird, da viele junge Menschen eine berufsvorbereitende Maß-nahme absolvieren. Diese werden in der Statistik jedoch nicht mehr als Ausbil-dungsplatzsuchende aufgeführt“, so die DGB Vertreterin. Zudem ist das große Problem, dass zunehmend Jugendliche die bereits berufsvorbereitende Maßnah-men absolviert haben, immer weiter in einen Maßnahmestrudel gezogen werden und ihnen der Stempel der Altbewerber aufdedrückt wird.
[01.10.2007]
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