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Handelskammer als Hort sozialer Verantwortungslosigkeit
Scharfe Kritik hat der DGB Bremen an den jüngsten Äußerungen der Handelskammer zur Bremer Politik geübt. „Die wachsende soziale Spaltung in unserem Zwei-Städte-Staat sollte auch das wohlsituierte Bremer Bürgertum alarmieren, als deren Vertreter sich die Handelskammer sieht“, sagte die Bremer DGB Vorsitzende Helga Ziegert.
Wenn der Senat jetzt versuchen müsse, mit knappen Haushaltsmitteln der sozialen Notlage in vielen Stadtteilen gegen zu steuern, dann sei das auch ein Ergebnis von Fehlern und Versäumnissen der Politik der letzten Jahre, an denen die Handelskammer maßgeblich mitgewirkt habe.
Dieses Gegensteuern als, wie es Handelskammer-Präses Peper laut Presse-Zitat getan habe, „Verteilung sozialer Wohltaten“ abzutun, sei zynisch und zeuge von einem unterentwickelten Gefühl für soziale Verantwortung. „Bildungs- und Teilhabechancen für alle und gerade für die benachteiligten Bevölkerungsschichten, die Bekämpfung von Armut und Verwahrlosung in den Stadtteilen sind für die Zukunft unseres Bundeslandes unerläßlich und können nicht gegen Investitionswünsche der Wirtschaft ausgespielt werden“, so die DGB Vorsitzende.
Wenn der Handelskammer die Selbständigkeit Bremens wirklich am Herzen läge, wie dies seitens der Kammerführung immer wieder behauptet werde, dann sollte sie daran mitwirken, dass der soziale Zusammenhalt gestärkt wird. „Ein Bundesland Bremen nur für die Reichen und für die Wirtschaft wird nicht überlebensfähig sein.“
[12.02.2008]
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