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Spot [Titel]image dummyArchiv 2008

Hier haben Sie eine Übersicht aller Pressemitteilungen und Berichte, die in den vergangenen Monaten und Jahren veröffentlicht wurden. Wenn Sie dennoch Fragen haben sollten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.


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Stellenangebote in Bremen überwiegend in Leiharbeit
Von 6.767 offenen Stellen, die die Arbeitsagentur Bremen im Schnitt des vergangenen Jahres zählte, entfielen nach der amtlichen Statistik der Bundesagentur für Arbeit fast zwei Drittel (4.106 oder 60,7 %) auf den gewerblichen Verleih und die private Vermittlung!

„Eine fatale Entwicklung“, so die Bremer DGB Vorsitzende Helga Ziegert. „Diese angebotenen Stellen eröffnen den Arbeitslosen häufig keine längerfristige Perspektive, sie werden nach kurzer Zeit wieder arbeitslos.“

Nach Berechnungen des DGB dauert das Arbeitsverhältnis für rund 60 % der Beschäftigten in Verleihfirmen weniger als drei Monate. Neuere Untersuchungen zeigen aus Sicht des DGB, dass nur etwa 12 – 15 % der Leiharbeitskräfte von den entleihenden Unternehmen einen festen Arbeitsplatz erhalten. Der so genannte Klebeeffekt sei weit niedriger als von der Branche unterstellt.

Helga Ziegert: „Leider legt die Arbeitsagentur Bremen bisher keine Daten über den Anteil der Leiharbeitskräfte vor, die nach kurzer Zeit wieder arbeitslos wurden.“ Die Arbeitsagentur achte zu wenig darauf, dass Arbeitslosen möglichst eine längerfristige Perspektive eröffnet werde und sie in eine stabile Beschäftigung eingegliedert werden.

Das starke Gewicht der Leiharbeit fördere zugleich die Ausweitung nicht Existenz sichernder Arbeit. Jede achte Leiharbeitskraft verdiene so wenig, dass sie auf ergänzende Hartz IV-Leistungen angewiesen sei. Das Verarmungsrisiko trotz Arbeit sei in dieser Branche überdurchschnittlich hoch.

„Es kann nicht Sinn der Sache sein, wenn auf diese Weise die staatliche Arbeitsförderung mit erheblichen Mitteln die Ausbreitung nicht Existenz sichernder Arbeit fördert“, so die DGB-Vorsitzende. „Deshalb fordern wir, dass Arbeitsagentur und Arbeitsgemeinschaften nur noch dann Lohnkostenzuschüsse an die Betriebe zahlen dürfen, wenn diese tarifliche und Existenz sichernde Löhne zahlen.“

Nach Informationen des DGB werden Leiharbeiter zwar immer noch für Engpässe bei Auftragsspitzen eingesetzt. Manche Unternehmen benutzen Leiharbeiter aber auch, um Stammbelegschaften möglichst zu verkleinern.“

Rund 26 % der Betriebsräte in Firmen, die Leiharbeiter einsetzen, berichteten bei einer gewerkschaftlichen Befragung, dass in ihrem Betrieb hierdurch Stammarbeitsplätze ersetzt wurden.
[23.04.2008]






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