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Spot [Titel]image dummyArchiv 2008

Hier haben Sie eine Übersicht aller Pressemitteilungen und Berichte, die in den vergangenen Monaten und Jahren veröffentlicht wurden. Wenn Sie dennoch Fragen haben sollten, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung.


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Leistungsfähigkeit der Job-Center/ Argen verbessern
Die vom Bundesverfassungsgericht erzwungene Neuorganisation der Job-Center sollte den Anstoß geben für eine grundlegende Verbesserung ihrer Leistungsfähigkeit. Dazu reiche es nicht, wenn sich die Arbeits- und Sozialminister der Länder auf eine Verteilung von Sachmitteln, Personal und Räumen einigten, sagte die Bremer DGB-Vorsitzende Helga Ziegert zur heutigen Konferenz der Arbeits- und Sozialminister.

Bis heute funktioniere die Betreuung der Langzeitarbeitslosen unzureichend. „Statt einer intensiven Betreuung der Arbeitslosen ab dem ersten Tag der Arbeitslosigkeit, die das Ziel der Hartz Kommission war, wurde eine Zwei-Klassen-Gesellschaft von Arbeitslosen geschaffen - die „guten“ SGB III Arbeitslosen bei der Agentur, die Langzeit (SGB II) -Arbeitslosen bei den Arge/Job-Centern. Damit wurde eine neue Schnittstelle geschaffen.“ Positiv sei allerdings, dass Bundesagentur für Arbeit und Kommunen zur Zusammenarbeit verpflichtet wurden, um wenigstens bei den Langzeitarbeitslosen die Betreuung aus einer Hand zu gewährleisten. Die Überwindung von Schnittstellen muss deshalb das erste Ziel aller Reformbemühungen bleiben.

Helga Ziegert: „Die entscheidende Frage ist, wie kann tatsächlich ab dem ersten Tag der Arbeitslosigkeit eine systematische Strategie entwickelt werden, um die Arbeitslosigkeit zu beenden.“ Wolle man grundsätzlich an der Zweiteilung der Regelkreise zwischen dem Versicherungs- und dem Fürsorgesystem, also SGB III und SGB II, festhalten, müsse es zumindest zwischen Bundesagentur und Arge/Job-Center intensive Absprachen, ein gemeinsames Fallmanagement und eine Verständigung darüber geben, wie die Übergangsphase organisiert werde.

Insbesondere die Integration der Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt sei unbefriedigend, so die Bremer DGB-Vorsitzende. Bei der BAgIS in Bremen wurden im vergangenen Jahr ca. 20 % der Langzeitarbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt integriert, bei den Jugendlichen ca. 25 %. Obwohl die BAgIS im bundesweiten Vergleich damit gut abschneidet, müsse der Vermittlungsprozess weiter verbessert werden. Zur Behebung des Fachkräftemangels müsse die Ausbildung und Weiterbildung für Langzeitarbeitslose, falls erforderlich mit besonderen Hilfestellungen, verstärkt werden. Voraussetzung dafür sei, dass es ein ganzheitliches Fallmanagement gebe unter Einbeziehung der Leistungen für die die Kommune zuständig ist, wie z. B. Schuldnerberatung, Kinderbetreuung, psychosoziale Hilfen usw. „Nur wenn diese Leistungen aus einer Hand vergeben werden und sinnvoll mit den übrigen Maßnahmen kombiniert werden, wird es gelingen die Integrationsquoten zu erhöhen und Vermittlungshemmnisse zu beseitigen“.

Aus Sicht der Arbeitsuchenden sollten die Leistungen aus einer Hand erfolgen. Es sollte für alle Fragen möglichst ein Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Nur dann könne eine integrierte Strategie entwickelt werden, die helfen kann, auch bei schwierigen Rahmenbedingungen Fortschritte zu erzielen.

Ein großes Hindernis für die wirksame Betreuung der Arbeitslosen sei auch, dass immer noch rund 20.000 Beschäftigte in den Argen befristet beschäftigt sind, bei der BAgIS in Bremen derzeit 144 von ca. 680. Um anderen Menschen helfen zu können, brauchten die Mitarbeiter selbst eine Perspektive.
[14.07.2008]






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