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Gute Arbeit - Qualitätsmerkmal für den Nordwesten
Gewerkschaften wollen Metropolregion Bremen/Oldenburg mit gestalten
Die Gewerkschaften im Nordwesten setzen Akzente für die Weiterentwicklung der Metropolregion Bremen-Oldenburg. Vier DGB-Regionen haben für die Metropolregion eigene Projekte entwickelt und bringen diese jetzt im Vorfeld der anstehenden Metropolversammlung am 02.12.2008 in Bre-men in die Öffentlichkeit. Helga Ziegert, Vorsitzende des DGB in Bremen begründet den Vorstoß: "Zu den Stärken der Region zählen motivierte und qualifizierte Kolleginnen und Kollegen, die die Entwicklung tragen. Ein zentrales Qualitätsmerkmal einer sich entwickelnden Region, die getragen wird und nach außen ausstrahlt, ist die Qualität der Arbeit. Daran müssen wir arbeiten."
Im Metropol-Arbeitsprogramm vom April 2008 wurden Zukunftsfelder definiert, die die Stärken der Region weiter stärken sollen. Gerade in den anstehenden Handlungsfeldern der Metropolregion wie JadeWeserPort, Logistikregion Nord-West, Tourismus, Luft- und Raumfahrt sowie Automotive ist die Frage der Qualität der Arbeit wichtig für die Dynamik der Entwicklung. "Unattraktive, ungesicherte, prekäre Arbeitsbedingungen senken die Motivation und beeinträchtigen damit Potenziale; sie re-duzieren die Attraktivität der Arbeits- und Lebensbedingungen in der Region", stellt Manfred Klöpper, Vorsitzender der DGB-Region Oldenburg-Wilhelmshaven, fest.
Ein Jahr Vorlauf haben sich die Gewerkschaften gegeben, um ein entsprechendes Projekt zu ent-wickeln. Annette Düring, Vorsitzende der DGB-Region Elbe-Weser, beschreibt den Ansatz des Pro-jektes: "Wenn "Gute Arbeit" eine zentrale Voraussetzung für Standortattraktivität, Produktivität und Innovation ist, dann müssen wir die zentralen Bedingungen hierfür erfassen, verbessern und weite-rentwickeln. Damit kann die "Dachmarke" "Gute Arbeit" zu einer wichtigen Erfolgsgeschichte für die Region werden".
Die DGB-Regionen wollen in dem Projekt "GUTE ARBEIT – Qualitätsmerkmal für den Nordwesten" exemplarisch die Qualität der Arbeit in zwei Kernbranchen der Metropolregion (Logistik und Ernäh-rungswirtschaft) untersuchen lassen und Strategien und Ansatzpunkte für eine weitere Verbesse-rung der Arbeit entwickeln. Schon in der jährlichen, bundesweit vom DGB durchgeführten Untersu-chung "Index Gute Arbeit" wird einschätzbar und vergleichbar, welche Erwartungen Beschäftigte an die Qualität ihrer Arbeit bzw. des Arbeitsplatzes haben und wie groß die Differenzen zu den aktuellen Arbeitsbedingungen empfunden werden. Markus Paschke, Vorsitzender der DGB-Region Ost-friesland-Nördliches Emsland, betont: "Insbesondere die Verbesserung des Qualifikationsniveaus in der Region soll bei dem Projekt im Focus stehen. Qualität der Arbeit und Qualifikation gehören un-mittelbar zusammen. Die wichtigste Quelle von Innovationen ist letztendlich immer die Qualifikation und Leistungsbereitschaft der Beschäftigten."
Für den DGB ist deutlich, dass gute Arbeitsbedingungen zur Identifikation mit der Region beitragen und gestärkte Qualifizierungsmöglichkeiten dem zu erwartenden Fachkräftemangel entgegenwirken können.
Ein zweites Projekt ist in Arbeit. Hier wollen die Gewerkschaften beteiligungsorientiert und betriebs-nah vorhandene Netzwerkstrukturen in der regionalen Automobilzulieferindustrie weiter entwickeln und die Strukturen verbessern z. B. durch überbetriebliche Qualifizierungsinitiativen. So können Ar-beitsplätze in der Region gesichert werden.
DGB Bremen
Pressereferat
[27.11.2008]
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