Entwicklung auf
dem Bremer Arbeitsmarkt alarmierend
Chancen zur Strukturverbesserung nutzen
„Die neuesten Zahlen zur Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit zeigen, dass die Wirtschaftskrise auf dem Bremer Arbeitsmarkt angekommen ist“, so der Kommentar der Bremer DGB Vorsitzenden, Helga Ziegert, zu den heute veröffentlichten Zahlen der Arbeitsagentur. Dies gelte besonders für die Situation der Stadt Bremen. Durch eine schnelle Umsetzung der Maßnahmen aus dem Konjunkturprogramm II erwarten auch die Gewerkschaften spürbare Verbesserungen auf dem Arbeitsmarkt, es sei aber zu befürchten, dass Bremen wegen der Exportabhängigkeit seiner Wirtschaft und der besonderen Bedeutung der Automobilindustrie höher als andere Regionen unter der Krise leiden werde.
Die Gewerkschaften würden alles daran setzen, krisenbedingte Entlassungen zu verhindern. „Die durch die Bundesregierung erleichterten Möglichkeiten zur Kurzarbeit müssen unbedingt genutzt werden“, so die DGB-Vorsitzende. Hierzu müssten Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften und Arbeitsagenturen gemeinsame Anstrengungen unternehmen, um auch kleinere und mittlere Betriebe zu erreichen, die bisher das Instrument Kurzarbeit nicht angenommen hätten.
„Die gegenwärtige Krise wird auch strukturelle Veränderungen in den Betrieben und am Arbeitsmarkt zur Folge haben. Deshalb müssen wir die Chance nutzen, jetzt durch verstärkte Qualifizierungsangebote Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fit für die Zukunft zu machen, “ so Helga Ziegert. Den Arbeitsagenturen stünden dafür zusätzliche Mittel zur Verfügung. „Der DGB fordert deshalb den Senat auf, gemeinsam mit den Arbeitsagenturen, den Unternehmen und den Gewerkschaften bedarfsgerechte Bildungsangebote zu entwickeln, die zu einer nachhaltigen Verbesserung der Qualifikation beitrage. Geld ausgeben allein ist dabei noch kein Erfolg.“
[26.02.2009]
|