Ernesto alias Ernst
Film, Lesung und Gespräch mit Ernesto Kroch am 03.09.2009 in Bremen
Ernesto Krochs Lebensgeschichte ist geprägt von unermüdlichem politischen Aktivismus und doppeltem Exil.
Von den Nationalsozialisten verfolgt als Widerstandskämpfer, Kommunist und Jude, floh er 1938 nach Lateinamerika.
Die Militärdiktatur in Uruguay zwang den engagierten Metallgewerkschafter und Kommunisten in den siebziger Jahren erneut ins Exil zurück nach Deutschland.
Auch heute noch ist der 1917 in Breslau geborene Ernesto Kroch aktiv in sozialen Bewegungen in Europa und Lateinamerika.
- Film, Lesung und Gespräch mit Ernesto Kroch
im Tivolisaal im Gewerkschaftshaus Bremen, Bahnhofsplatz 22-28
am Donnerstag, 3. September 2009 - 18.00 Uhr
Bei der Veranstaltung wird Martin Kesslers Film „Ernesto alias Ernst“ gezeigt. Es werden Passagen aus Ernesto Krochs Autobiografie vorgelesen. Anschließend gibt es die Gelegenheit zum Gespräch.
Ernesto alias Ernst“ Ein Leben im Exil
Ernesto Kroch, Gewerkschafter, Kommunist (KPO) und Jude, geboren 1917, wurde 1934 von den Nazis verhaftet, kam wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ in den Knast und anschließend in ein KZ.
1937 konnte er Deutschland verlassen und kam 1938 ins Exil nach Uruguay. Dort war er aktiv in der Metallarbeitergewerkschaft und im Deutschen Antifaschistischen Komitee, später in der Kommunistischen Partei.
Als 1972 das Militär die Macht übernahm, arbeitete er wieder im Untergrund. Um seiner Verhaftung zu entgehen, floh Ernesto 1982 in die Bundesrepublik Deutschland. Seit 1985 lebt er, nach Ende der Diktatur, wieder in Uruguay.
Seine Lebensgeschichte hat Ernesto in seinem Buch „Heimat im Exil Exil in der Heimat“ erzählt.
Inzwischen wurde seine Lebensgeschichte auch filmisch dokumentiert. „Ernesto alias Ernst“ heißt der Film des Frankfurter Filmemachers Martin Keßler.
[18.08.2009]
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