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Menschenverachtende Einstellungen und Verhalten

DGB-Jugend Bremen zum Auftritt des Rappers Kollegah

Die DGB-Jugend Bremen ist verwundert und entsetzt über die Nachricht, dass am 14. Dezember 2012 der Rapper Kollegah in der Diskothek „Modernes“ am Neustadtswall auftreten soll.

Der Veranstaltungsort bewirbt den Musiker als „deutschen Rap-Superstar“, der „hochkreative Wortspiele gepaart mit einer herausragenden Raptechnik, verpackt in humorvollen, unterhaltsamen Texten" biete.

Dabei sind die Texte von Kollegah alles andere als lustig, sondern schlichtweg homophob und transphob, sexistisch und gewalttätig. Insbesondere Frauen und alle, die nicht heterosexuell leben, werden darin auf übelste Weise degradiert und beleidigt.

Sätze wie: 'Sperr mal den Mund auf' und füll ihr mit Sperma den Mund auf“ oder „ihr seid stockschwule Rapper. Ey, ich schlage hobbymäßig mit nem Stock schwule Rapper. Und gebe dir Gunshots mit der Gun, Shots, Schlag auf dich Bitch ein, als wärst du ein Sandsack“ können nicht unter die Kategorie künstlerische Freiheit eingeordnet werden.
Das gleiche gilt für die Texte des als „special guest“ angekündigten Rappers Favorite.

Als gewerkschaftlicher politischer Jugendverband setzen wir uns gegen menschenverachtende Einstellungen und Verhalten ein und möchten Jugendliche ermuntern, gegen sexistische, homophobe und rassistische Tendenzen in der Gesellschaft aktiv zu werden.

Menschenverachtung, als musikalische Unterhaltung verpackt, eine öffentliche Plattform zu bieten und damit auch noch Geld zu machen, lehnen wir entschieden ab.

Deshalb fordern wir die Veranstalter_innen auf, von dem geplanten Konzert Abstand zu nehmen und sich von Kollegah öffentlich zu distanzieren.
[17.11.2011]





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