Viele Übereinstimmungen
Bündnis 90/DIE GRÜNEN und DGB in Cuxhaven
Die Fraktion von Bündnis90/DIE GRÜNEN im Rat der Stadt Cuxhaven und der DGB Kreisverband Cuxhaven trafen sich in der vergangenen Woche zu einem Gespräch über die anstehenden politischen Herausforderungen in Cuxhaven.
In dem Gespräch wurde schnell deutlich, dass sowohl für Bündnis90/DIE GRÜNEN, als auch für den DGB Kreisvorstand die Sanierung bzw. der Erhalt des Alten Fischereihafens und der umliegenden, denkmalgeschützten Bauten von enormer Bedeutung für die touristische Attraktivität und die Identität der Stadt Cuxhaven ist. Aus der Sicht vom Fraktionsvorsitzenden der Günen Bernd Jothe darf die Lösung zur weiteren Nutzung des Alten Fischereihafens nicht zum parteipolitischen Spielball werden. Alle in der Stadt müssen in dieser Frage an einem Strang ziehen. DGB Kreisvorsitzender Thomas Mellin sieht ebenso wie Bernd Jothe im Gutachten der Europäischen Tourismus Institut GmbH, aus dem Jahr 2005, den Schlüssel zur erfolgreichen zukünftigen Nutzung des Areals rund um den Alten Fischereihafen. Die ETI schlug damals einen Nutzungsmix aus maritimen Gewerbe, Beherbergung, Besucherzentrum und einer weiter gewerblich genutzten Verkehrsanlage vor. Dazu müsse aber Niedersachsen Ports und die Landesregierung gemeinsam mit der Stadt Cuxhaven ein tragfähiges Konzept vorlegen.
Für beide Seiten ist die Wiedergewinnung der finanziellen Handlungsfähigkeit der Stadt ein wichtiges Ziel der nächsten Jahre. Für den stellvertretenden DGB-Kreisvorsitzenden Bernd Hesse sollten alle Sparanstrengungen aber mit Augenmaß erfolgen. Der notwendige Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten in den Kita´s und notwendige Investitionen in die Infrastruktur der Stadt dürfen nicht auf die lange Bank geschoben oder ganz verworfen werden.
Cuxhaven muss sich, nach Auffassung beider Seiten, auch durch attraktive Arbeitsplätze für junge Familien interessant machen. Nur so sind die bereits eingetretenen und noch zu erwartenden Veränderungen in der Zusammensetzung der Bevölkerung - mehr Ältere und, weniger Kinder - aufzufangen oder zu mildern. Dazu gehört auch eine Bestandsaufnahme der Bildungsangebote in der Stadt und deren Fortentwicklung unter veränderten gesellschaftlichen Bedingungen in enger Zusammenarbeit mit den betroffenen Schülern, Eltern und Lehrkräften.
[23.01.2012]
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